Letzter Urlaubstag ...

08.06.2018

 

Letzter Abend ...

Ihr Lieben, mein letzter Urlaubsabend đŸ˜© ist angebrochen – Zeit fĂŒr ein Fazit 😊.

Wenn dieses ein wenig sentimental ausfallen sollte, dann liegt dies eventuell daran, dass ...
1) ... ich einen absolut himmlischen Urlaub hatte, der nun leider zu Ende geht
2) ... ich mich wahnsinnig auf meinen allerliebsten Ehemann freue, der mich morgen vom Flughafen abholt
3) ... ich mich dem Sekt beim wöchentlichen Aperitif-Empfang nicht erwehren konnte und ich in Kombination mit meinem allabendlichen Weißwein beim Abendessen damit ungefĂ€hr 300% mehr getrunken habe als sonst in einem ganzen Monat zusammen.

Also. In diesem Urlaub war ich Ă€ußerst erfolgreich im ...
a) ... Sommersprossen-Auffrischen und neue sammeln. Allein im Gesicht sind mindestens drei hinzugekommen.
b) ... Vom-BĂŒro-abschalten, auch wenn ich – wie in jedem Urlaub ĂŒbrigens – eine Nacht KOMPLETT vom BĂŒro getrĂ€umt habe. Das ist aber normal und da ich NUR im Urlaub vom BĂŒro trĂ€ume (und zwar immer genau EINE Nacht!), ist es okay.
c) ... Ohrringkauf in der Perlenfabrik.
d) ... Carla-4-Schreiben. Okay, „Àußerst erfolgreich“ ist ein wenig ĂŒbertrieben, aber ich bin immerhin mal wieder vorangekommen und habe jetzt einen Plan fĂŒr den großen Showdown am Traualtar. Kleiner Scherz 😬. Es gibt natĂŒrlich keinen Showdown am Traualtar. Obwohl ... warum eigentlich nicht ... tja, man weiß halt nie, was Carla so einfĂ€llt! Wartet’s ab!

Nicht so erfolgreich war ich im:
a) ... herausfinden, welcher NationalitĂ€t das sympathische Ehepaar am Nachbartisch ist. Erst dachte ich, es seien Deutsche, dann, es seien HollĂ€nder, und dann, es seien Schweizer. Aber einen richtigen Beweis dafĂŒr finden konnte ich leider nicht. Es spricht vieles dafĂŒr, dass es Schweden sind, denn immer, wenn man denkt, es wĂ€ren HollĂ€nder ODER Schweizer, sind es Schweden.
b) ... mir eine mallorquinische Finca schenken lassen. Hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen.

Was ich am meisten vermissen werde:
DAS WETTER!!! Warm, aber nicht heiß, immer mit einem leichten LĂŒftchen, sodass ich nachts wunderbar schlafen konnte.
DAS HOTEL!!! Mein wundervolles, himmlisches Hotel, das heute wirklich ALLES, ALLES dafĂŒr, getan hat, um mich an meinen letzten Abend Ă€ußerst abschiedsschmerzlich werden zu lassen. Hier ein Auszug aus den diesbezĂŒglichen BemĂŒhungen:
1. Heute war Aperitif-Abend mit Klavierspieler und Sektempfang.
2. Mein Tisch war mit Kerze und einer Extra-Tischdecke geschmĂŒckt (dachte im ersten Moment, ich hĂ€tte in den letzten Tagen zu viel gekleckert, und deshalb hĂ€tten die einen Schonbezug aufgezogen 😂 – aber das war, weil es mein letzter Abend ist!).
3. Es gab einen SCHOKO-BRUNNEN und SCHOKO-BROWNIES mit Vanilleeis und Erdbeeren als Dessert.
4. Heute Abend findet eine Michael-Jackson-Dance-AuffĂŒhrung statt!!
Des Weiteren werde ich vermissen:
Die SNACKBAR, auch wenn es beim ersten Mal ein ganz schöner Schock war, dass ich einfach hingebeamt wurde und nicht wusste, wie ich hingekommen bin 😉.
Den SNACKBAR-KELLNER, der heute Mittag am Pool genau in dem Moment, wo ich fast verdurstet bin, an meiner Sonnenliege vorbeikam und mich gefragt hat, ob ich etwas trinken möchte, UND – noch viel wichtiger – mich „Señorita“ genannt hat, was so viel jugendlicher, fitter, bunter und fröhlicher klingt als „Señora“.
JUÁN von der Rezeption, weil er den ganzen Tag so wunderbar gute Laune verbreitet und mich jedes Mal strahlend begrĂŒĂŸt, egal, wie oft ich an ihm vorbeilaufe.
PACO vom Showcooking, weil er mir immer genau die richtige Menge Knoblauchsauce auf mein Steak gemacht hat 😊
DAS KLEINE MÄDCHEN, das gestern beim abendlichen Gesangsauftritt in der Hotelbar so herrlich unbeschwert und frei getanzt hat (und zwar als Einzige!), denn es hat mich daran erinnert, dass es beim Tanzen nicht darauf ankommt, wie man aussieht, was man anhat oder wie man tanzt, sondern um die pure Lust an der Musik, an der Bewegung und am Leben. Wir sollten hĂ€ufiger wie dieses kleine MĂ€dchen sein.

Übrigens habe ich heute noch ein filmreifes Abenteuer bestanden, und zwar habe ich meinen Bikini aus den FĂ€ngen mehrerer, in der Kanalisation lebender Ungeheuer befreit. Und das kam so: Ich habe heute meinen Bikini nach dem Meerbaden im Waschbecken ausgewaschen, und dabei hat sich einer von den Bikinioberteil-TrĂ€gern in den Ausguss verabschiedet, und sich da so festgehakt, dass ich ihn nicht herausbekommen konnte!!! Es fĂŒhlte sich an, als ob jemand dran zieht, und natĂŒrlich hatte ich sofort eine fiese Ratte und eine dunkelgrĂŒn-warzige Kröte vor Augen, die zusammen in der Kanalisation sitzen und nur darauf WARTEN, mein Bikinioberteil zu sich in die unterirdische Dunkelheit zu zerren, aus der es NIE WIEDER herausgekommen wĂ€re.
Als ich gerade ĂŒberlegt habe, ob ich irgendwo eine Nagelschere habe, um das Teil zur Not abzuschneiden, haben die beiden losgelassen und ich habe laut „ha!“ gerufen und noch einen ganzen Schwung Sand aus meinem Strandhandtuch hinterhergeschickt 😈. Jawohl.

Eure Lilli